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Die
Hirschberger Talbahn (heute Jelenia Góra)
Mit Hilfe des örtlichen Gaswerkes konnte dem Wunsch vieler anliegender
Kurbetriebe in der Region um Hirschberg entsprochen werden und am 10.
April 1897 eine normalspurige Straßenbahnlinie eröffnet werden.
Die anderthalb Kilometer lange Strecke vom Hauptbahnhof zur Jägerkaserne
(durch die Bahnhofstraße und über den Warmbrunner Platz) wurde
mit gasbetriebenen Fahrzeugen bedient werden. Am 22. Mai 1897 folgte eine
regionale Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof
nach Hermsdorf (auch über den Warmbrunner Platz) mit einer Länge
von elfeinhalb Kilometern.
Der Gasbetrieb währte nicht lange. Bereits am 7. November 1899, also
etwas über zwei Jahre später, wurden die beiden Linien stillgelegt.
Es musst nach einer neuen Lösung gesucht werden, da die Bahnen den
topographischen Gegebenheiten der Region nicht gewachsen
waren. Vor allem zu große Steigungen stellten ein Problem dar.
Bis
zum nächsten Sommer sollte aber der Verkehr wieder aufgenommen werden.
Der Frankfurter Lahmeyerkonzern wurde mit der Errichtung einer elektrischen
Bahn beauftragt. Die gesamte Strecke wurde auf Meterweite umgespurt, damit
die engen Radien von den Zügen besser bedient werden konnten. Zudem
wurde die Strecke elektrifiziert.
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Am
4. Februar 1900 wurde der Straßenbahnbetrieb auf den zwei Linien
zwischen dem Hirschberger Hauptbahnhof und Herischdorf sowie vom Bahnhof
zur Jägerkaserne wieder aufgenommen. In Herischdorf wurde ein Depot
für die neuen Fahrzeuge errichtet.
Am 8. April 1900 konnte dann auch die elektrifizierte Strecke von Herischdorf
über Bad Warmbrunn bis nach Hermsdorf wieder aufgenommen werden.
Im Winter verkehrte die Hermdorfer Linie alle zwanzig Minuten, die Linie
zur Jägeraserne alle zehn Minuten. In den Sommermonaten vekehrten
die Bahnen im 10-Minuten-Takt.
Am 8. August 1911 wurde eine dritte Strecke über vier Kilometer vom
Bad Warmbrunner Schlossplatz nach Nieder Giersdorf in Betrieb genommen,
die am 7. Mai 1914 bis Hohler Stein und am 20. Mai 1914 bis Ober Giersdorf,
Himmelreich erweitert wurde.
Zwischen 1918 und 1934 aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage der
Betrieb eingestellt werden. Während des Zweiten Weltkrieges plante
man auch den Aufbau von Obuslinien Hirschberg. Es wurden sogar schon Fahrzeuge
angeschafft, die allerdings nie zum Einsatz kamen.
Nach dem Krieg wurde der Betrieb bis 1964 auf der Strecken nach Giersdorf
und 1965 bis Hermsdorf von polnischer Seite weitergeführt. Bis April
1969 verkehrte die Talbahn nur noch zwischen Hauptbahnhof und Bad Warmbrunn.
Der Betrieb auf der Strecke zur Jägerkaserne wurde bereits 1945 eingestellt.
» Historische Fotos und Liniennetze
bis 1969 auf der Seite JELTRAM (nur polnisch)

Vor dem Hirschberger Rathaus nutzt heute die Touristeninformation einen ehemaligen Wagen.
Ein weiterer Wagen steht an der ul. Wolnosci auf der alten Strecke nach Bad Warmbrunn.
BAHNINFO 2009

Bad Warmbrunn
ARCHIV BAHNINFO SACHSEN
Bad Warmbrunn, Schloss
ARCHIV BAHNINFO SACHSEN
ebenso
ARCHIV BAHNINFO SACHSEN
Bad Warmbrunn, Schlossplatz
ARCHIV BAHNINFO SACHSEN
Quelle:
Bufe, S (1976): Straßenbahnen in Schlesien
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