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Idee

Mögliche Streckenerweiterungen der Märkischen Regiobahn
Entlang des neuen Veolia-Netzes finden sich viele stillgelegte Bahnstrecken.




Verlängerung der Märkischen Regiobahn Linie 33 nach Berlin Südkreuz

Die dieselbetriebene Regionalbahn RB 33 (Wannsee <> Jüterbog), die ab Dezember 2007 von der Privatbahn "Ostseelandverkehr" (OLA) betrieben wird, könnte kostengünstig von Wannsee über das existierende Gütergleis bis Rathaus Steglitz verlängert werden. Mit Halten in
Die Züge würden in Zehlendorf am ehemaligen Stammbahnsteig und in Lichterfelde-West am ehemaligen Güterbahnsteig der US-Army halten. Um den Regionalbahnverkehr bis Rathaus Steglitz zu verlängern, ist allerdings ein Bahnsteigneubau in Steglitz und der Einbau zweier Weichen in Lichterfelde-West nötig. Nördlich von Rathaus Steglitz ist das Gütergleis aber nicht mehr ohne große Investitionen befahrbar. Einen Personenverkehr lassen momentan die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf dem Gütergleis nicht zu.

Im September war seitens des Museumsvereins Märkische Kleinbahn (MKB e.V.) eine Sonderfahrt mit einem Triebwagen der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) von Wannsee über das Gütergleis via Zehlendorf und Lichterfelde-West nach Schönow geplant gewesen. Dieses Vorhaben scheiterte aber leider an den geringen Teilnehmerzahlen (» Artikel bei Bahninfo).

Von Berlin-Wannsee gibt es in Richtung Innenstadt parallel zur Strecke der S-Bahnlinie 1 (übrigens eine der fahrgaststärksten Bahnrelationen Berlins) ein nicht-elektrifiziertes Gütergleis, welches derzeit von der Zehlendorfer Hafen GmbH einmal pro Tag mit Güterzügen befahren wird. Am S-Bahnhof Zehlendorf ist eine komplette intakte Bahnsteiginfrastruktur am Gütergleis vorhanden (bis 1980 verkehrte an dem » Bahnsteig eine S-Bahnlinie).

Am S-Bahnhof Lichterfelde-West könnte ein ehemaliger Bahnsteig der US-Armee für den Regionalbahnverkehr genutzt werden. Außerdem bestehen dort Rangiermöglichkeiten (großer Güterbahnhof) und Umsteigemöglichkeiten zu zwei wichtigen Buslinien im Südwesten Berlins (X11 und M11). Der S-Bahnhof ist für Studenten der in der Nähe gelegenen FU Berlin wichtiger Ein-, Aus- und Umsteigepunkt.

Das Gütergleis führt von Lichterfelde-West auch weiter in Richtung Innenstadt (derzeit noch bis in Höhe Feuerbachstraße befahrbar, bis vor ein paar Jahren sogar bis zum heutigen Fernbahnhof Südkreuz). Hier ist aber sicherlich ohne große Baumaßnahmen kein Zugverkehr mehr möglich. Sinnvoll könnte auch der Aufbau eines Behelfsbahnsteiges (hier existierte in den 80er Jahren schon einmal ein » Behelfsbahnsteig) am S-Bahnhof Rathaus Steglitz (dies könnte der zukünftige Endbahnhof der RB 33 werden), da sich hier im näheren Umfeld eine der Haupt-Einkaufsstraßen Berlins befindet und Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahnlinie 9 und zahlreichen Buslinien gegeben sind. Allerdings müsste dafür der Halt im "Kopfbahnhof" Lichterfelde-West entfallen.

Für die Relation entlang der S1 wird seitens des Senats eine parallele "Schnellverbindung" in den Südwesten Berlins gefordert (bis 1945 existierte eine sogenannte Schnell-S-Bahn zwischen Wannsee und Potsdamer Platz). Das Projekt zum Wiederaufbau der sog. elektrifizierten "Stammbahn" zwischen Berlin Hbf. und Potsdam Hbf. scheiterte aber bislang an den hohen Baukosten. Für Berlin besteht die Gefahr, Fördergelder für den Einbau einer Stammbahneinfädelung südlich des Hauptbahnhofs an den Bund zurückzuzahlen. Deshalb sucht die Stadt hier nach einem günstigen Vorlaufbetrieb. Dies könnte Ihre RB 33 bis Lichterfelde-West oder gar Rathaus Steglitz leisten.
Das Veolia-Schwesterunternehmen der Ostseelandverkehr, die NEB, betreibt ja seit einiger Zeit recht erfolgreich "auf eigene Rechnung" ein vom Land abbestelltes Streckenstück in Landkreis Barnim. Dies könnte eine Alternative sein, falls Berlin die Leistung nicht bestellen würde. Der Streckenabschnitt Wannsee-Lichterfelde dürfte der fahrgaststärkste Teil der RB33 sein.

Verlängerung der Märkischen Regiobahn Linie 51 nach Treuenbrietzen

Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke der ehemaligen Brandenburgischen Städtebahn zwischen Brandenburg und Belzig wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2003 eingestellt.

Ausführliche Informationen zur Brandenburgischen Städtebahn, auch kurz Flämingbahn genannt, finden Sie auf der Seite von Thomas Nitsch:
http://home.arcor.de/railmax/flaemingbahn/index.html


Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Brandenburg - Belzig - Treuenbrietzen würde eine Verbindung zwischen beiden Netzteilen schaffen. Fahrzeugüberführungen (z.B. zu einer neuen Veolia-Werkstatt in Treuenbrietzen) müssten nicht mehr über die Gleisanlagen der DB Netz durchgeführt werden (vorausgesetzt, die Verlängerungsstrecken kämen in den Besitz bzw. die Pacht von Veolia), dadurch könnten nicht nur Trassenentgelte eingespart werden, sondern auch der Fahrzeugeinsatz flexibler gestaltet werden.

Andreas GKS Jüttemann 2007
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